Ausbildung „Urbane Operationen“ in Wolferstetten

Auf dem Standortübungsplatz Külsheim fand im Übungsdorf Wolferstetten vom 21.04.-22.04.2017 die Ausbildung `Urbane Operationen 2´ statt. Mit 20 Soldaten wurde Freitags zunächst eine `Ausbildung der Ausbilder` durchgeführt, um gut vorbereitet in den darauffolgenden Ausbildungstag mit Volltruppe zu gehen. Schwerpunkt der Ausbildung war das Erlernen der Kenntnisse zur Durchführung des Orts- und Häuserkampfes.

Nach personellem Aufwuchs Samstags auf 32 Soldaten konnte die Ausbildung beginnen. Zunächst wurde in intensiven Durchgängen das `Aufschneiden eines Raumes`  geübt, um das sichere Passieren eines unbekannten Raumes zu gewährleisten. So dann wurde auf drei Stationen neben der Annäherung an ein Gebäude, das Eindringen in ein Gebäude und das Durchsuchen der Räume beübt.

Um der Ausbildung ein realistischeres Szenario zu verleihen, kamen SIDAF, gestellt durch die Kreisgruppe `Mittlerer Neckar`, zum Einsatz. Für die Unterstützungsleistung unser bester Dank an die Kameraden.

Die von den Ausbildern hervorragend vorbereitete und durchgeführte Übung wurde von den Soldaten mit guten Ausbildungsergebnissen bestätigt. Das Ausbildungsziel, die Soldaten in die Kenntnisse des Orts- und Häuserkampfes einzuführen, wurde erreicht.

Unterstützungsleistung für den Patenverband

Bereits im Dezember 2016 festigten sich die Anzeichen, dass das Ausbilderteam Kettenmotorsäge der RSU „Odenwald“ nicht nur innerhalb der eigenen Kompanie zum Einsatz kommt, sondern auch für das Logistikbataillon wertvolle Dienste leisten kann.

Da der bataillonseigene Ausbilder im Auslandseinsatz befindlich ist müsste man die Ausbildung entweder aufschieben oder sich die Ressourcen extern einkaufen, dann aber ohne Bezug auf bundeswehrinterne Regelungen.
Um dem momentanen Stau bei der Dienstpostenausbildung im Bereich der Kettenmotorsäge Herr zu werden führten somit unter der Federführung der 1. Kompanie die Reservisten der RSU diese Ausbildung durch.

An zwei Tagen galt es die notwendige Theorie zu schulen, immer wieder unterbrochen durch Praxisblöcke wie Seilwinde, Greifzug oder Technischer Dienst. Den Abschluß bildete die Theorieprüfung und das Verladen des Materials auf einen 5-Tonner. Am 3. Ausbildungstag konnte das Erlernte dann praktisch umgesetzt werden, wobei sich der Mischwald manchmal als tückisch herausstellte. Die vermeintlich leichteren Buchen stellten mit den doch schweren Bundeswehrsägen die Kondition beim Entasten auf die Probe, und nicht jeder wagte sich doch gleich an die über 30 Meter hohen Kiefern heran.

Am Abend nach einen arbeitsreichen Tag merkte man den Teilnehmern die doch ungewohnte Waldarbeit mehr als deutlich an. Aber die Mühen wurden belohnt, denn alle 6 Teilnehmer konnten ihren Betriebs-berechtigungsschein erlangen und darüberhinaus noch die Teilnahmebestätigung, welche auch eine zivile Anerkennung besitzt.

Im Herbst ist die Fortsetzung geplant, da es noch immer einen hohen Bedarf an auszubildendem Personal gibt.

Schießbiwak auf dem StOÜbPl Külsheim

Die RSU Kompanie Odenwald veranstaltete vom 23. – 24. März ein Schießbiwak auf dem Standortübungsplatz Külsheim. Schwerpunkt der Veranstaltung war das Schießen mit den Handwaffen der Bundeswehr bei Tag und bei Nacht. Ziel war, die schießtechnischen Fertigkeiten der Soldaten zu verbessern. Nach Einschleusung der 43 Soldaten am Donnerstag ging es sofort in die Ausbildung mit einem an das nSAK angelehnte Drillschießen mit dem Gewehr G36 auf SB 4. Parallel dazu wurden die Soldaten in den Bereitschaftshaltungen G36, gemäß nSAK, und in der Handhabung und Bedienung des Nachtsichtaufsatzgerätes NSA 80 ausgebildet. Abends, nach Einbruch der Dunkelheit, wurde auf der StOSchAnl ein Nachtschießen mit den Gewehr G36 durchgeführt. Im Anschluß an das Schießen absolvierte die Kompanie noch einen Nachtmarsch über 5 km von der StOSchAnl in die Unterkunft in das Übungsdorf Wolferstetten. Trotz später Stunde und kurzer Nacht, wecken am Freitag war um 04.30 Uhr, wurde die Kameradschaft noch mit einem Bier gepflegt.

Am Freitag wurde auf der StOSchAnl ein Schulschießen MG3 und P8 mit den Wertungsübungen MG-S-3, MG-S-4 und P-S-7 durchgeführt. Nach Rückführung der Munition, Übergabe der Unterkunftsgebäude im Übungsdorf Wolferstetten, Reinigen der Waffen und Überprüfung der Vollzähligkeit von Waffen, Material und Gerät wurden die Kameraden in das verdiente Wochenende entlassen.

Während beim Drillschießen, Nachtschießen und beim Schießen mit der P8 gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt wurden, war das Schießen mit der Schwerpunktwaffe der Infanterie, dem MG3, negativ zu bewerten. Viele Kameraden konnten die Vorgaben für das Schießen mit dem MG3-WÜ nicht erfüllen, hier gilt es in folgenden Ausbildungen anzusetzen, um Handhabung und Schießergebnis für das MG3 zu verbessern. Dennoch wurde das Ausbildungsziel erreicht, die Soldaten konnten sich im Schießen mit den Handwaffen der Bundeswehr verbessern.

Zeitgleich zu unserer Übung war das TrspHubschrRgt 30 in Wolferstetten und beübte Absetzübungen von Personal und Material, was für uns einen zusätzlichen Höhepunkt darstellte.

Fernmeldeausbildung in Walldürn

Gut 40 Teilnehmer fanden sich in der Nibelungenkaserne in Walldürn ein, um an der diesjährigen  Fernmeldeausbildung teilzunehmen. Was bislang immer als Parallelausbildung mit Zeitansatz 2-3 Stunden auf dem Dienstplan stand war dieses Mal eine tiefgründigere Ausbildung.

Begonnen wurde nach dem Kompanieantreten inkl. zweiter Beförderungen mit Theorie im Lehrsaal. Ein weiteres Novum war, dass Themenblöcke wie NATO-Buchstabieralphabet und die grundlegende Funkbetriebssprache im Selbststudium vor der Veranstaltung von den Teilnehmern auf Stand gebracht werden mußte.

Vor dem Mittag wurde auf der Ausbildungswiese in 2 Gruppen noch Praxis an den gängigen Funkgeräten ausgebildet, um dann sich in 5 Gruppen einer kombinierten Fernmelde- und Orientierugnsübung  zu stellen. Hier bot sich der die Kaserne umgebende Wald an, da hier mit kurzen Strecken genug ANlaufstellen vorhanden waren.

Nach dem üblichen TD und der Rücksteuerung des Materials konnte die Veranstaltung gegen 17:30 Uhr beendet werden.

Die Ausbildung soll als Vorbereitung für eine Veranstaltung im nächsten Jahr dienen, um dann Kameraden zu Funkgerätebedienern auszubilden.

Ausbildung Urbane Operationen

Am Freitag den 20. Januar startete die RSU-Kompanie „Odenwald“ einen völlig neuen Themenblock, nämlich das Vorgehen in bebautem Gebiet. Am Freitag war die Ausbildung als AdA ausgelegt, während am Samstag die restliche Truppe hinzustoßen sollte und auch Rollenspieler der beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit unterstützend tätig wurden.

Da in vielen Bereichen die Grundlagen gelegt wurden verständigte man sich darauf, dass die Übungsmöglichkeiten in Wolferstetten mehr als ausreichend sind. Im Bereich der Geländebetreuungsgruppe wurde im Gruppenrahmen das Annähern und das Vorgehen in urbanem Gelände ausgebildet, das Eindringen im südlichen Bereich des SE- und Brandhauses.

Nach vorbereitenden Maßnahmen wie Möblierung der Häuser sowie Einbau von Türen folgte die Theorie am Sandkasten, wozu der komplette Ortsbereich von Wolferstetten nachgebildet wurde. Dann ging es fließend in die Praxis über. An einem abtrassierten Grundriss konnte man gut die Aktivitäten im Inneren beobachten, während man das Annähern aufgrund der Sichtbereiche zweckmäßigerweise am Gebäude durchführt.

Die anderen Gruppen setzten derweil den Zugbefehl um und patrouillierten durch den nördlichen Bereich des Übungsdorfes. Hier galt es einige Einlagen zu bewältigen, die die Kameraden der beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit gekonnt umgesetzt haben.

Bei zwar kühlen -8° aber strahlendem Sonnenschein kam im winterlichen Wolferstetten nie wirklich Kälte auf, dafür war zu viel geboten und man immer in Aktion. Nach den beiden Tagen war man sich in der Kompanie einig, dass das Thema „Urbane Operationen“ sicher noch einige Ausbildungstage erfordert und somit weitere spannende und lehrreiche Tage bringen wird.