Ausbildung Urbane Operationen

Am Freitag den 20. Januar startete die RSU-Kompanie „Odenwald“ einen völlig neuen Themenblock, nämlich das Vorgehen in bebautem Gebiet. Am Freitag war die Ausbildung als AdA ausgelegt, während am Samstag die restliche Truppe hinzustoßen sollte und auch Rollenspieler der beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit unterstützend tätig wurden.

Da in vielen Bereichen die Grundlagen gelegt wurden verständigte man sich darauf, dass die Übungsmöglichkeiten in Wolferstetten mehr als ausreichend sind. Im Bereich der Geländebetreuungsgruppe wurde im Gruppenrahmen das Annähern und das Vorgehen in urbanem Gelände ausgebildet, das Eindringen im südlichen Bereich des SE- und Brandhauses.

Nach vorbereitenden Maßnahmen wie Möblierung der Häuser sowie Einbau von Türen folgte die Theorie am Sandkasten, wozu der komplette Ortsbereich von Wolferstetten nachgebildet wurde. Dann ging es fließend in die Praxis über. An einem abtrassierten Grundriss konnte man gut die Aktivitäten im Inneren beobachten, während man das Annähern aufgrund der Sichtbereiche zweckmäßigerweise am Gebäude durchführt.

Die anderen Gruppen setzten derweil den Zugbefehl um und patrouillierten durch den nördlichen Bereich des Übungsdorfes. Hier galt es einige Einlagen zu bewältigen, die die Kameraden der beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit gekonnt umgesetzt haben.

Bei zwar kühlen -8° aber strahlendem Sonnenschein kam im winterlichen Wolferstetten nie wirklich Kälte auf, dafür war zu viel geboten und man immer in Aktion. Nach den beiden Tagen war man sich in der Kompanie einig, dass das Thema „Urbane Operationen“ sicher noch einige Ausbildungstage erfordert und somit weitere spannende und lehrreiche Tage bringen wird.

Ausbildung an der Kettenmotorsäge im Dezember

Aufgrund der zu erwartenden hohen Rückmeldequote fand im Dezember noch eine weitere Ausbildung an der Kettenmotorsäge statt. Dieses Mal war allerdings der Teilnehmerkreis etwas bunter gemischt und nicht nur RSU fand sich als Teilnehmer ein, sondern auch Landeskommando und Logistikbataillon. Immerhin kann man so auch dem Patenverband den „Ball wieder zurückwerfen“ als Dankeschön für Material- und Personalunterstützungen.

Am Donnerstag Abend begann man mit einer Theorieeinheit, wobei hier vor allem die Besonderheiten Bundeswehr erläutert wurden sowie der Werdegang der Ausbildugen in den letzten Jahren. Gleich am Freitag in der Früh standen dann Sicherheitsbestimmungen auf dem Dienstplan, die sich vor dem Mittag dann durch einen praktischen Block am Greifzug und an der Seilwinde des 10-Tonners ablösten.

Weiter ging es nach dem MIttagessen mit Einsatzgrundlagen, Technischer Dienst und der Schnitt- und Fälltechnik. Dazwischen gab es dann immer wieder praktische Übungen, da bei der Bundeswehr wesentlich stärker auf die Materialerhaltung eingegangen wird wie im Zivilen. Der Abend endete dann mit der Theorieprüfung, die ohne Ausreißer alle teilnehmer bestehen konnten.

So folgte dann am Samstag der ersehnte Praxisteil an der Säge, dieses Mal wurde uns vom Forstamt Walldürn ein dichtstehender Douglasienwald zur Verfügung gestellt. Das hier dann der ein oder andere Baum nicht auf Anhieb fallen wollte war dahingehend unkritisch, wollte man doch ohnehin Greifzug und Seilwinde austesten.

So gab es bis zum Abend keinen Teilnehmer, der nicht mindestens einmal auf diese Technik setzen mußte. Aufgrund der Tatsache, dass es keine großen Auflagen gab bzgl. Aufarbeitung kam man auch schnell voran und konnte schnell den Fortschritt erkennen. Am Nachmittag war dann auch jeder in der Lage, seinen Prüfungsbaum lehrbuchgerecht zu Fall zu bringen.

An dieser Stelle Dankeschön an die beiden Ausbildungshelfer Claudius Zimmermann und Florian Stumpf, die den Teilnehmern über die Tage mit Rat und Tat zur Verfügung gestanden haben. Danke auch an das Forstrevier Walldürn für die Bereitstellung der Waldfläche. Nicht zu vergessen an dieser Stelle möchten wir unseren Stabsgefreiten Sauter, der sich am Freitag Urlaub nahm und alle Ketten der angeforderten Sägen schärfte und so maßgeblich für eine gelungene Ausbildung sorgte.

Für das Jahr 2017 sind momentan noch keine Termine angesetzt, hier wird je nach Nachfrage nochmals ein Modul A angeboten, alternativ mit den bereits ausgebildeten Kameraden tiefer in die Materie angetaucht mit der Zielsetzung, auch mal Modul B anbieten zu können.

Jahresabschlußschießen in Külsheim

Am Samstag, dem 03.12. 2016 wurde die Jahresabschlußveranstaltung der Kompanie auf der Standortschießanlage in Külsheim durchgeführt. Eine Antrittsstärke von 50 Soldaten verdeutlicht die Attraktivität unserer Kompanie und die Ausbildungs- und Übungswilligkeit unserer Soldaten. Zusätzlich konnten wir noch Kameraden der Polizei Stuttgart als Gäste begrüßen, welche mit Freude und Begeisterung die Ausbildung und im Anschluß das Schießen mit dem Gewehr G36 genossen haben.

Das Jahr 2016 war das vom Kommandeur LKdo BW, Oberst Walkling, erklärte ` Jahr des Schießens ` . Wie konnte es besser passen dieses Jahr mit einem ` Schießen mit Handwaffen ` zu beenden. Auf zwei A -Ständen wurden die Waffen P8 und G36 mit den Wertungsübungen P-S-7 und G36-S-9 beschossen. Ziel der Ausbildung war, daß jeder Schütze mit beiden Waffen geschossen und erfüllt hat. Dieses Ziel wurde mit guten Schießergebnissen erreicht, wir erlebten einen erfolgreichen Abschluß des Jahres und können voller Stolz auf die erbrachten Leistungen im Jahre 2016 zurückblicken.

Truppenübungsplatzaufenthalt der RSU Kompanie Odenwald vom 04.11. – 10.11. 2016 in Stetten am kalten Markt

Gemäß Auftrag des Kommandeur Landeskommando Baden-Württemberg, Herrn Oberst Walkling, lag der Schwerpunkt für die RSU im Jahre 2016 bei der Waffen- und Schießausbildung. Dem Auftrag des Kommandeur und dem Leitspruch der Jägerfibel „Schießen lernt man durch Schießen“ folgend, war der Jahresplan 2016 zielgerichtet auf das Beherrschen der Waffen P8, G36 und MG3 ausgelegt.

Unter der Leitung und Durchführung durch das Landeskommando Baden-Württemberg fanden sich zusätzlich zur RSU Kompanie Odenwald auch die RSU-Schwesterkompanien „Schwäbische Alb“ und „Oberrhein“ zu dieser Übung in Stetten a.k.M. im Lager Heuberg ein. Gemeinsam ging man in die einzelnen Ausbildungen im Lager selbst und auf dem Truppenübungsplatz Heuberg.

Schwerpunkt der Übung war eine fundierte Schießausbildung der Soldaten an den Handwaffen G36 und MG3 mit dem Ziel die schießtechnischen Fertigkeiten der Soldaten und die Leitung des Feuerkampfes durch die Führer unter Belastung zu verbessern, um im Gefecht bestehen zu können.

Zu Beginn der Übung wurden Waffenausbildungen an den Handwaffen G36 und MG3 durchgeführt, um die Fertigkeiten der Soldaten an den Waffen zu prüfen. Darauf aufbauend ging es mit der Schießausbildung zunächst im AGSHP und später auf der Standortschießanlage mit Schießen der Wertungsübungen G36 und MG3 weiter. In Anlehnung an das nSAK der Bundeswehr steigerte man die Schießausbildung mit einem „Drillschießen“. Nachdem alle Soldaten die gestellten Anforderungen und Prüfkriterien erfüllt haben wurden als Höhepunkte zwei Gefechtsschießen mit der Thematik „GrpGefSch Vtdg“ und ein Gefechtsschießen „vstkGrp/ZgGefSch Vtdg“ durchgeführt.

In Parallelausbildungen wurden die Soldaten im Wurf mit der Handgranate und in der Bedienung der PzFst 3 ausgebildet. Aufbauend auf die Ausbildung mit PzFst 3 wurde zunächst im AGSHP und danach im „scharfen Schuß“ mit Übungsmunition geübt.

Neben den fordernden Ausbildungstagen kam die Kameradschaftspflege bei den Männern ebenfalls nicht zu kurz. Spontane Stubenabende mit Erzählungen, Spielen, Gesang und reichlich Getränken rundeten die erfolgreiche Übung ab.

Die Soldaten konnten in der Handhabung der Handwaffen, sowie im geleiteten Feuerkampf unter Beweis stellen, daß sie in der Lage sind ein Feuergefecht erfolgreich zu führen. Das Ausbildungsziel wurde erreicht.

Ausbildung an der Kettenmotorsäge (Praxis)

Am dritten Tag der Ausbildung an der Kettenmotorsäge stand Praxis auf dem Dienstplan. Aufgeteilt auf 3 9Gruppen mit jeweils einem Helfer verteilte man sich in dem vom Forstrevier Walldürn zur Verfügung gestellten Waldgebiet. Man fand 3 Bereiche, in denen genug geeignete Bäume standen, aber trotzdem ausreichend Sicherheitsabstand zur Nachbargruppe boten. Letztendlich war man ja auch an den Durchmesser 20 cm gebunden, und zu Beginn wollte man auch nicht gleich schwierige Bäume angehen.

So sammelte sich dann das bunte Trüppchen an einer Unterstellhütte, von dem man außer an den Sägen und am 10-Tonner nicht erkennen konnte, dass man die Bundeswehr vor sich hatte. Ein Team nahm den Tonner mit in eine Rückegasse, so dass dieser samt Material stets im Blickfeld war.

Los ging es mit einigen Vorhängern, die auch ohne viel Übung in die richtige Richtung fallen sollten. Die gefällten Bäume wurden dann auch gleich fachgerecht entastet, so dass man hier zusätzlich üben konnte. Im weiteren Verlauf konnten dann auch zunehmend Bäume unter ungünstigeren Bedingungen zu Fall gebracht werden.

Am Ende des Tages war dann von der Leitungstruppe noch ein Hänger vorbereitet, der mittels Greifzug vom Stock abgezogen werden sollte. Durch Teamarbeit erweis sich dies als kein großartiges Problem. Zudem wurde noch ein Test gemacht, wie stark ein Baum angeschnitten sein muss, um von der 6-Tonnen-Winde des 10-Tonners  umgezogen werden kann. Hier musste man schnell feststellen, dass dies bei knappen 20 cm auch ohne viel sägen funktioniert.

Nach Rückkehr in die Kaserne war erneut Technischer Dienst angesagt, Maschinen wie auch Ketten galt es in übergabefähigen Zustand zu versetzen, um nicht den nächsten Nutzer mit stumpfen Ketten dastehen zu lassen. Ferner musste das Material wieder zurück gesteuert und der Lehrsaal gereinigt werden. Direkt am Anschluss wurden die Betriebsberechtigungsscheine ausgehändigt, die aufgrund der Materialfülle auch einige Einträge enthielten.

An dieser Stelle vielen Dank an das Forstrevier Walldürn für die Bereitstellung der Übungsfläche. Ferner an die beiden Helfer, ohne die die Ausbildung nicht hätte stattfinden können. Und auch wenn unser OrgFw sagen wird „es ist mein Job!“, ohne die Beschaffung einer großen Menge an Material, Fahrzeuge und Organisatorisches hätte die Ausbildung nicht wie stattgefunden klappen können.

Im Dezember findet der zweite Durchgang für dieses Jahr statt, durch den dann die RSU bereits über 15 Bediener Kettenmotorsäge verfügen wird.