Gemeinsamer Truppenübungsplatz-Aufenthalt mit dem Patenverband LogBtl 461

Vom 13. – 20. Oktober 2017 führte die RSU Kompanie Odenwald einen gemeinsamen Truppenübungsplatz-Aufenthalt mit dem Patenverband LogBtl 461 in Baumholder durch. Nachdem das Vorkommando schon seit dem 09. Oktober in Walldürn und Baumholder alles Nötige zur Durchführung der Übung vorbereitete, konnte die Volltruppe am 13. Oktober mit 45 Soldaten, darunter ein Soldat weiblich, im Lager Aulenbach eingeschleust werden.

Als Schwerpunkt der Übung war die Schießausbildung an unseren Handwaffen P8, G36 und MG3 angesetzt. Hier wurden bei zwei Gefechtsschießen „JgGrpinVtdg“ und einem Schulschießen der Umgang an den Waffen und die schießtechnischen Fertigkeiten des Einzelschützen überprüft und verbessert.

Die in diesem Jahr begonnenen Ausbildungen PzFst 3 und Panzervernichtungstrupp konnten nach vorherigen Ausbildungen in Theorie und Praxis nun in Baumholder im scharfen Schuß mit dem Schießgerät PzFst 3 und guten Schießergebnissen erfolgreich abgeschlossen werden.

Als Höhepunkt des Truppenübungsplatzaufenthaltes zählte die gemeinsam mit dem LogBtl 461 durchgeführte Sicherungsübung. Hier hatte die RSU Kompanie Odenwald den Auftrag, den Nachschubpunkt Hammelkopf der 5./461 zu sichern und zu verteidigen. Hierzu wurden ein Kontrollpunkt „Einfahrt“` und ein Kontrollpunkt „Ausfahrt“ betrieben. Zusätzlich wurden von allen drei Sicherungszügen Stellungen zur Verteidigung angelegt. Das Gebiet um den Nachschubpunkt wurde durch den Einsatz einer Patrouille aufgeklärt. Die eingespielte Lage,  Feuerüberfall durch „livorische Separatisten“ , wurde in geleitetem Feuerkampf mit guter Leistung gelöst.

Die Ziele der Übung in Verbessern der Schießergebnisse, Abschluß der Ausbildung PzFst3 sowie Panzervernichtungstrupp und Durchführung einer Sicherungsübung mit dem Patenverband wurden mit sehr guten Ergebnissen erreicht.

Anzumerken und hervorzuheben ist die hervorragende Unterstützung durch unseren Patenverband LogBtl 461 in Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Übung.

Ausbildung Panzervernichtungstrupp in Walldürn

Eine Ausbildung in Sachen Panzerabwehr stand im Juni auf dem Dienstplan. Begonnen wurde mit der Theorie, wobei noch einmal auf Anschlagsarten, die Visierung und Sicherheitsbestimmungen eingegangen wurde. Da die Ausbildung quasi die Vorausbildung für den Übungsplatz im Oktober darstellt wollte man hier gleich die richtigen Vorausetzungen schaffen.

Im Anschluß ging es mit Kleinfahrzeugen auf den Übungsplatz, wo in 2 Gruppen umgegliedert und jeweils in einem Waldstück untergezogen wurde. Parallel hatte das Organisationsteam im Gelände Panzerscheiben aufgestellt, die jeweils unterschiedliche Panzer zeigten.

Nach Alarmierung musste der Gruppenführer seinen Panzervernichtungstrupp bilden und gegen den Panzer vorgehen. Aufgrund der immer wechselnden Entfernungen, Richtungen und taktischen Einspielungen war so den ganzen Nachmittag über genug Möglichkeit mit unterschiedlichen Besetzungen zu üben.

Ein anschließendes Waffenreinigen brachte die Hand- und Panzerabwehrwaffen wieder auf einen einsatzfähigen Stand. Vord den Sommerferien war dies die letzte Veranstaltung, weiter geht es im September mit einer Schießveranstaltung.

RSU „Odenwald“ beim Tag der Bundeswehr in Füssen

Im ersten Einsatz außerhalb des eigenen Bundeslandes konnte sich die RSU im bayerischen Füssen bewähren.
Ein gemischter Verband aller 3 Württemberger Kompanien sowie einige Reservisten der beorderungs-unabhängigen Reservistenarbeit stellen das Kontingent, welches auf Anforderung des Füssener Versorgungsbataillons die dortigen Einlasskontrollen zum Tag der Bundeswehr 2017 durchführen sollte.

Große Teile kamen bereits am Freitag Morgen am Heimatstandort der Schwesterkompanie in Stetten zusammen, um von dort per Bus nach Füssen zu verlegen. Nach dem Beziehen der Sporthalle als Gefechtstand und Schlafmöglichkeit folgte das Abendessen sowie die Feldjägereinweisungen. Die jeweiligen Gruppen erkundeten dann noch ihre Tore, um die Absicherungsmöglichkeiten zu besprechen.

Am Samstag wurde dann an drei Toren die Besucher sowie die Ehrengäste eingelassen bzw. im Empfang genommen, wobei natürlich sich jeder einer kurzen Kontrolle unterziehen musste. Wesentliche Beanstandungen gab es hierbei keine,
die Gäste waren überwiegend schon sehr gut drauf vorbereitet undaußer den üblichen kleinen Taschenmessern war nichts Kritisches dabei.

Da alle Tore doppelt besetzt waren ergab sich aber auch genug Zeit, um das eigentliche Geschehen zu inspizieren. Die Bundeswehr hatte hier auch groß aufgefahren, und somit ging der Tag wie im Fluge vorbei. Nach der Veranstaltung waren wir noch Gäste bei der After-Work-Party in einer malischen Umgebung.

Am Sonnstag war im wesentlichen Rückverlegung und Vollzähligkeit. Die Zusamemnarbeit mit der aktiven Truppe, den Kamderaden der Feldjäger und der Bereitschaftspolizeigruppe liefen wiederum total problemlos, weswegen wir sicher wieder gerne beim Tag der Budneswehr 2018 „Gewehr bei Fuß“ stehen.

Ausbildung „Urbane Operationen“ in Wolferstetten

Auf dem Standortübungsplatz Külsheim fand im Übungsdorf Wolferstetten vom 21.04.-22.04.2017 die Ausbildung `Urbane Operationen 2´ statt. Mit 20 Soldaten wurde Freitags zunächst eine `Ausbildung der Ausbilder` durchgeführt, um gut vorbereitet in den darauffolgenden Ausbildungstag mit Volltruppe zu gehen. Schwerpunkt der Ausbildung war das Erlernen der Kenntnisse zur Durchführung des Orts- und Häuserkampfes.

Nach personellem Aufwuchs Samstags auf 32 Soldaten konnte die Ausbildung beginnen. Zunächst wurde in intensiven Durchgängen das `Aufschneiden eines Raumes`  geübt, um das sichere Passieren eines unbekannten Raumes zu gewährleisten. So dann wurde auf drei Stationen neben der Annäherung an ein Gebäude, das Eindringen in ein Gebäude und das Durchsuchen der Räume beübt.

Um der Ausbildung ein realistischeres Szenario zu verleihen, kamen SIDAF, gestellt durch die Kreisgruppe `Mittlerer Neckar`, zum Einsatz. Für die Unterstützungsleistung unser bester Dank an die Kameraden.

Die von den Ausbildern hervorragend vorbereitete und durchgeführte Übung wurde von den Soldaten mit guten Ausbildungsergebnissen bestätigt. Das Ausbildungsziel, die Soldaten in die Kenntnisse des Orts- und Häuserkampfes einzuführen, wurde erreicht.

Unterstützungsleistung für den Patenverband

Bereits im Dezember 2016 festigten sich die Anzeichen, dass das Ausbilderteam Kettenmotorsäge der RSU „Odenwald“ nicht nur innerhalb der eigenen Kompanie zum Einsatz kommt, sondern auch für das Logistikbataillon wertvolle Dienste leisten kann.

Da der bataillonseigene Ausbilder im Auslandseinsatz befindlich ist müsste man die Ausbildung entweder aufschieben oder sich die Ressourcen extern einkaufen, dann aber ohne Bezug auf bundeswehrinterne Regelungen.
Um dem momentanen Stau bei der Dienstpostenausbildung im Bereich der Kettenmotorsäge Herr zu werden führten somit unter der Federführung der 1. Kompanie die Reservisten der RSU diese Ausbildung durch.

An zwei Tagen galt es die notwendige Theorie zu schulen, immer wieder unterbrochen durch Praxisblöcke wie Seilwinde, Greifzug oder Technischer Dienst. Den Abschluß bildete die Theorieprüfung und das Verladen des Materials auf einen 5-Tonner. Am 3. Ausbildungstag konnte das Erlernte dann praktisch umgesetzt werden, wobei sich der Mischwald manchmal als tückisch herausstellte. Die vermeintlich leichteren Buchen stellten mit den doch schweren Bundeswehrsägen die Kondition beim Entasten auf die Probe, und nicht jeder wagte sich doch gleich an die über 30 Meter hohen Kiefern heran.

Am Abend nach einen arbeitsreichen Tag merkte man den Teilnehmern die doch ungewohnte Waldarbeit mehr als deutlich an. Aber die Mühen wurden belohnt, denn alle 6 Teilnehmer konnten ihren Betriebs-berechtigungsschein erlangen und darüberhinaus noch die Teilnahmebestätigung, welche auch eine zivile Anerkennung besitzt.

Im Herbst ist die Fortsetzung geplant, da es noch immer einen hohen Bedarf an auszubildendem Personal gibt.